Arte+7 hält noch bis Mittwoch abend eine Doku im Archiv, die, furchtbar kitschig, idealisierend und anachronistisch, gerade deshalb Einblick in die Pariser, v.a. aber New Yorker Welt der großen Zeitschriften und ihrer Konzerne (Hearst, Time inc., Condé Nast) gewährt. Von Life und Time zu Vanity Fair, Cosmopolitan, Playboy und Paris Match dürfen alle routiniert ihre condition humaine-Reden ins Mikrofon diktieren, dann kommen Ms. und Rolling Stone für die Gegenkultur dran und kein Roland Barthes macht sich dabei noch Notizen. Wir erlernen, recht amüsiert, die Sitzordnung der Branche im New Yorker Restaurant “Michael’s” und irgendwann wird klar, dass hier ein Stück in Endlosschleife weiterläuft, dem der Weltbezug längst (wann eigentlich?) abhandengekommen ist.
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