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Die unmögliche Gemeinschaft

Die unmögliche GemeinschaftDie unmögliche Gemeinschaft
Maurice Blanchot, die Gruppe der rue Saint-Benoît und die Idee einer internationalen Zeitschrift um 1960

Mit einem Vorwort von Frank Berberich, Lettre International
Kulturverlag Kadmos, 2009
176 Seiten, 15 x 23 cm, broschiert (Kaleidogramme Bd. 45)
ISBN: 978-3-86599-084-6

Zu bestellen in jedem Buchladen, bei Buecher.de oder direkt beim Kadmos-Verlag.

Klappentext:

Cosmopolites de tous les pays, encore un effort. Jacques Derrida

Zwischen 1961 und 1963 versuchen sich zwanzig europäische Autoren, darunter Hans Magnus Enzensberger, Uwe Johnson und Elio Vittorini, an einer im wahrsten Sinne des Wortes unerhörten Zeitschrift: Von den Schriftstellern gemeinsam erstellt und verantwortet, mit inhaltsidentischen Ausgaben in mehreren Sprachen, soll das konsequent internationale Vorhaben den Beteiligten neue Möglichkeiten zur Intervention in den Lauf der Dinge schaffen. Auf dem Spiel steht, wenigstens für die französischen Initiatoren um Maurice Blanchot und Dionys Mascolo, nicht weniger als die Vorwegnahme einer kommenden Gemeinschaft im Medium einer politisch-literarischen Zeitschrift. Es blieb bei einem Plan, dessen Realisierung bis heute aussteht:

Das Scheitern unseres Projektes der internationalen Zeitschrift hat nicht bewiesen, dass es eine Utopie war. Was nicht gelingt, bleibt doch nötig. Maurice Blanchot

Roman Schmidt rekonstruiert die in Deutschland wenig bekannte Geschichte der namenlos gebliebenen Revue Internationale und geht dabei vor allem auf die Veränderungen im intellektuellen Feld Frankreichs in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre ein. So entsteht nicht nur eine Studie zu einem der radikalsten publizistischen Konzepte des 20. Jahrhunderts, sondern en passant auch ein Portrait der Pariser nichtorthodoxen Linken zwischen Libération und Algerienkrieg.

Rezensiert in:

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. August 2009. “Bewegtes Denken” (hmay)  (hier nachzulesen).

La Revue des Revues (Paris), 43, 2010. S. 93-97. Rezension von Marianne Dautrey (hier nachzulesen).